Warum Wolle

Energieeffizienz

Als energieeffizient darf gelten, wenn die für Bau und Betrieb eines Hauses eingesetzte Energie sparsam eingesetzt wird. Die Wärmeleitfähigkeit der eingesetzten Materialien übt nach der Luftdichtheit den größten Einfluß auf die Energieeffizienz eines Hauses aus.

 

Die meisten Materialien, z.B. künstliche Mineralfasern, aber auch Dämmstoffe auf Basis von Pflanzenfasern, verlieren jedoch mit zunehmenden Feuchtegehalten mehr oder weniger drastisch an Isolationsvermögen. Sie müssen vor zu viel Feuchte geschützt werden, oder die Dämmschicht verliert an Funktion und die Kostenersparnis wäre dahin.

 

In der Praxis übernimmt daher die luftdichte Schicht auch diese Funktion und wird damit zur dampfbremsenden oder dampfsperrenden Schicht. Das Prinzip: von Innen dringt weniger Wasserdampf in die Dämmung ein als nach Außen abgegeben werden kann. Damit steht und fällt die sichere Funktion der Dämmung mit der Dichtigkeit dieser Schicht. Garantien der Hersteller von 30 Jahren* sind daher nicht selten.

 

Doch was, wenn die dampfbremsende Schicht beschädigt, ein Loch zu tief gebohrt, ein Wandanschluß wird aufgrund Ablösung von Putz undicht, wird? Der Dampfeintrag steigt, der Dampfaustrag bleibt gleich. Systeme auf Basis herkömmlicher Dämmstoffe geraten aus dem Gleichgewicht, die Dämmschicht reichtert sich mit Feuchte an, der Dämmwert geht gegen Null.

 

Als einziger Dämmstoff aus tierischer Faser verfügt Schafwolle über eine konstante, vom Feuchtegehalt des Dämmstoffs unabhängige Wärmeleitfähigkeit! Dadurch werden raumklimatisch gesehen idealere Konstruktionen möglich, bei denen die Schafwolle gespeicherte Feuchte in den Raum zurückgeben kann - also mit so wenig Dampfbremswirkung wie notwendig. Selbst wenn solche Konstruktionen über Jahrzehnte an Funktion verlieren wird dadurch ein kompletter Verlust des Dämmvermögens verhindert - die Gebäudehülle bleibt funktionsfähig.

 

*bei fachgerechter Verarbeitung!

Die Produktion von Schafwoll-Dämmstoffen verbraucht deutlich weniger Primär- energie als die herkömmlicher Dämmstoffe. Der Verbrauch an "grauer Energie" ist bei klimalan ebenfalls gering, denn die Wolle stammt aus dem Alpenraum, vornehmlich der Schweiz. Gewaschen wird die Wolle im Ötztal, verarbeitet wird sie im bayerischen Dinkelsbühl.



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